Geförderte Projekte

Auswahl

2021

»Die Geschwister Olden – Eine Odyssee«
Thomas Poeschel beschreibt die Lebensgeschichte der Hitler-Gegner Rudolf Olden und Balder Olden, die nach 1933 im Exil weiter für ein demokratisches Deutschland kämpften.
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2019

Hörbuch „Die zweite Generation erzählt“ – Nachkommen von Shoah-Überlebenden im Gespräch
Nach dem Genozid an den europäischen Juden begann eine neue Zählung. Die wenigen Überlebenden waren die Letzten ihrer Familien, das europäische Judentum, mit seiner jahrhundertealten kulturellen und religiösen Vielfalt, war ausgelöscht. Für die Kinder dieser Überlebenden war die Shoah die Familiengeschichte, sie selbst wurden zur Generation danach: zur Zweiten Generation so der Ankündigungstext der Hör-CDs. Sechs prominente Personen erzählen vom Umgang mit ihrer jüdischen Herkunft und wie sie als Nachkommen von Shoah-Überlebenden ihre jüdische Identität in Deutschland erleben. Auf 5 CDs bekommt der Hörer unter anderem Einblick in die einzelnen Familiengeschichten, erfährt wie die Protagonisten ihre Eltern erlebt haben, welche Rolle Judentum innerhalb der Familie spielte, was Israel für die Familie und sie selbst bedeutet und welche Konflikte und Widersprüche sie hierdurch bewältigen mussten. Die Biografien gehen auf die politischen Entwicklungen in Ost und West nach 1945 ein. Ein besonderes Augenmerk gilt hier der ehemaligen DDR. Cilly Kugelmann, Gila Lustiger, Alice Brauner, Josef Schuster, Peter Kahane und André Herzberg erläutern aufschlussreich was politisches Engagement, Heimat und jüdische Identität für sie persönlich bedeutet.

5 CDs mit Booklet (12 Seiten)
Laufzeit 357:11 min
©2018 Paul Lazarus Stiftung
Diese Audio-Dokumentation wurde gefördert von:
Stiftung Erinnerung Verantwortung Zukunft, Körber-Stiftung, Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung
Die CD ist zu beziehen über den Buchhandel oder bei der Paul Lazarus Stiftung, www.paul-lazarus-stiftung.de

2018

I do not get rid of the ghosts
Die Erfahrung des Exils hat in den 1930er und 40er Jahren große Teile einer Generation von Filmemachern betroffen, die im nationalsozialistischen Deutschland nicht mehr arbeiten durften. Die Filmwissenschaftlerin Imme Klages geht in ihrem Buch der Frage nach, ob und inwiefern Filmemacher diese Exilerfahrungen in ihren Werken gestalterisch verarbeiteten. Im Fokus ihrer Dissertation stehen dabei insbesondere Fred Zimmermann und seine Filme. Sie werden im Hinblick auf die geschilderten Exilerfahrungen, den Umgang mit Identität und Verlust sowie auf das Motiv der Freundschaft im Exil analysiert.
Die Weichmann-Stiftung unterstützte die im Schüren Verlag erschienene Veröffentlichung durch einen Druckkostenzuschuss.

2017

Lion Feuchtwanger in Moskau 1937
Mit Kritik und Polemik wurde der Reisebericht „Moskau 1937“ des deutsch jüdischen Schriftstellers Lion Feuchtwangers über die politische Situation in der Sowjetunion von den Zeitgenossen als Verherrlichung der Stalindiktatur kommentiert. Die Slawistin und Germanistin Anne Hartmann zeigt in ihrem aktuellen Band „jedoch anhand einer Fülle persönlicher Briefe und Tagebucheinträge Feuchtwangers sowie anhand von Dokumenten des russischen Geheimdienstes, dass der berühmte Schriftsteller keineswegs so naiv und ‚blind‘ war, wie oft behauptet wird.“ (Buchankündigung) Die Weichmann-Stiftung förderte die im Wallstein-Verlag erschienene Publikation durch einen Druckkostenzuschuss.

2015

Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder), Prof Dr. Kerstin Schoor: Druckkosten für den Tagungsband „Gedächtnis und Gewalt – Nationale und Transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa“. Der Band wird im Januar 2016 erscheinen.
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Universität Jena, Prof. Dr. Gregor Streim: Förderung der Tagung zum Thema „Humanum und Nihilismusgefahr: Funktionen des Humanismus-Konzepts zwischen 1930 und 1950“. Die Tagung fand im September 2015 statt.

Universität Kopenhagen, Prof. Dr. Detlef Siegfried: Unterstützung für Druckkosten des Buchs „Moderne Lüste: Ernest Bornemann – Jazzkritiker, Filmemacher, Sexforscher“. Das Buch ist im Wallstein-Verlag erschienen.
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2014

Freie Universität Berlin, Prof. Dr. Siegfried Mielke: Unterstützung für die Druckkosten des biografischen Sammelbandes »Emigrierte Metallgewerkschafter im Kampf gegen das NS-Regime«.
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Christian Zech: Förderung für Reise- und Sachkosten im Rahmen des Verfassens einer Dissertation zu dem deutschen Gewerkschafter und Sozialdemokraten Siegfried Aufhäuser.
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Geschichtomat, Hamburg: Förderung einer Projektwoche zum Thema »Emigration, Exil und Rückkehr« an der Gyula Trebitsch Schule in Hamburg-Tonndorf vom 7. bis 11. April 2014.
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2013

Europa-Universität Viadrina, Frankfurt (Oder): Unterstützung der Tagung „Gedächtnis und Gewalt – Nationale und Transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa“. Die Tagung wird vom 20. bis zum 22. Juli 2013 stattfinden.

2012

Arthur Heinrich, Bonn: Förderung des Buchprojektes „Martin Abraham Stock (1892-1970) – Eine Biografie“
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Buddenbrookhaus, Lübeck: Zuschuss zu einer Heinrich-Mann-Ausstellung aus Anlass des 50-jährigen Jubiläums der deutsch-französischen Freundschaft. Die Ausstellung „Traumland und Zuflucht. Heinrich Mann und Frankreich“ wird vom 14. Juni bis zum 3. November zu sehen sein.
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Arthur Heinrich, Bonn: Förderung für Reise- und Sachkosten im Rahmen des Verfassens einer Biographie des Fußballspielers Abraham Stock aus Hamburg.

Martin Schumacher, Bonn: Förderung bei der Arbeit an einer Monographie zum Schicksal von Bibliotheken jüdischer Juristen nach 1933.

Sylvia Weiler, Göttingen: Zuschuss zu den Druckkosten der Dissertation über Jean Amérys Ethik der Erinnerung. Das Buch ist im August 2012 im Wallstein-Verlag erschienen.

2011

Prof. Doerte Bischoff, Hamburg: Ringvorlesung „Exil, Literatur, Judentum“ an der Universität Hamburg.
Die einzelnen Vorträge sind über die lecture2go-Homepage der Uni öffentlich zugänglich.

Andreas Marquet, Ludwigshafen: Zuschuss zu Reisekosten für Archiv-Recherchen in Paris sowie in Washington und New York für sein Dissertationsprojekt über den emigrierten und remigrierten Sozialdemokraten Friedrich Wilhelm Wagner.
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Joel Waldinger, Middleton, Wisconsin, USA: Zuschuss zu einem Filmprojekt über die Amerikanerin Mildred Harnack, geb. Fish, die als Mitglied der „Roten Kapelle“ 1943 von den Nationalsozialisten hingerichtet worden ist. Der für das Wisconsin Public TV geplante Film wird zudem eine spätere schuldidaktische Verwendung erhalten. Der Zuschuss ist für die Aufnahmen und Interviews in Berlin.

2010

Corry Guttstadt, Hamburg: Zuschuss für Reisekosten nach Israel zu Recherchen über den Widerstand türkischer Juden im europäischen Kontext gegen den Nationalsozialismus.

Detlef Stein, OEZ-Verlags Berlin: Druckkostenzuschuss für einen Reprint der frühen Studie von H. und E. Weichmann, „Alltag im Sowjetstaat“, Berlin 1931. Das Buch ist 2011 erschienen. ISBN 978-3-940452-21-4, € 19,90.

2009

Marlen Eckl: Zuschuss für den Druck ihrer Dissertation über das „Brasilienbild in den Schriften von Exilanten“.

Gerhard Wagner: Druckkosten-Zuschuss für Band 3 der Werk-Ausgabe des Soziologen Albert Salomon.

2008

Druckkostenzuschuss für Wulf Köpckes gesammelte Aufsätze unter dem Thema „Deutschland im Exil“.

Druckkostenzuschuss für die Publikation „Zwischen den Kriegen“ von Dr. Rüdiger Schütt.

2007

Druckkostenzuschuss für „Musiktheater im Exil der NS-Zeit“, von Peter Petersen u. Claudia Maurer Zenck.

Margret Karsch »das Dennoch jedes Buchstabens«
Hilde Domins Gedichte im Diskurs um Lyrik nach Auschwitz, Transcript Verlag, Reihe Lettre, Bielefeld 2007

2006

Förderung einer von Wilfried Weinke (Hamburg) vorbereiteten Wanderausstellung zu Heinz Liepman.

Förderungen im Rahmen der Entwicklung einer Gesamtausgabe der Werke des Philosophen Hans Jonas.

Alle geförderten Projekte sehen Sie hier (PDF).

Termin

Pressefreiheit in der Türkei: Wenn Journalisten zu Terroristen erklärt werden

Im Jahr 2021 hat sich die Lage türkischer Journalistinnen und Journalisten eher verschlimmert als verbessert. Reporter ohne Grenzen listet die Türkei in der Rangliste der Pressefreiheit auf Platz 153 von 180. Unabhängige oder auch oppositionelle Medien werden inzwischen nicht selten öffentlich als »Terroristen« verunglimpft.

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