Der Angriff der Terrororganisation Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 sorgte weltweit für Erschütterung. Dem verheerendsten Pogrom seit dem Ende des Holocaust folgten massive politische und militärische Reaktionen in Israel und Gaza. Antisemitische Aktionen erregten in der Folge auch in Deutschland Aufsehen, die Anzahl an antisemitischen Straftaten nimmt bis heute zu.
Die Sorge um die Sicherheit in der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland ist tiefgreifend. Viele Jüdinnen und Juden erleben Schweigen dort, wo sie Solidarität erwarten. Antisemitische Erfahrungen werden infrage gestellt, aus Betroffenen werden nicht selten Verantwortliche gemacht – eine Form der Schuldumkehr, die antisemitische Denkmuster verstärken kann.
Was bedeutet es in dieser Situation, sich zum jüdischen Glauben zu bekennen? Welche Erfahrungen werden gemacht, welche Herausforderungen stellen sich bei den Fragen nach der Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft, der Wahrung jüdischer Traditionen oder der Alltagsgestaltung?
Darüber sprechen Dani Kranz, Professorin für jüdische Geschichte und Expertin für Migrations- und Ethnizitätsforschung, und Doron Rabinovici, Historiker und Schriftsteller, mit dem Autor, Literaturwissenschaftler und Verlagslektor Thomas Sparr.
Eine Kooperation mit der Körber-Stiftung.
Die Anmeldung zur Veranstaltung ist ab dem 23. November auf der Webseite der Körber-Stiftung möglich.