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Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung
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Tagungen

2013

20.06. – 22.06.2013

Gedächtnis und Gewalt – Nationale und Transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa
Tagung an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder

Veranstaltet von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung in Kooperation mit der Axel Springer-Stiftungsprofessur für deutsch- jüdische Literatur- und Kulturgeschichte, Exil und Migration und dem Zentrum für Antisemitismusforschung Berlin.
Mit der Vision und dem Aufbau eines vereinten Europa und der Aufnahme zahlreicher mittelost-, ost- und südosteuropäischer Staaten in die EU hat sich die Debatte um die Beschaffenheit und die medialen Repräsentationen eines postulierten europäischen Gedächtnisraums, durch den Europa zu einer „Erinnerungsgemeinschaft“ werden soll, ausgeweitet und ausdifferenziert. Die historisch gewachsene Besonderheit einer postulierten gesamteuropäischen kollektiven Identität wird dabei gerade in den pluralen, bi- und transnational sich überkreuzenden Erinnerungsräumen eines „alten“ und „neuen“ Europa erkannt. Deren Wurzeln liegen auch in europapolitischen Konzepten, wie sie nach dem Ersten bzw. während des Zweiten Weltkriegs entwickelt wurden und vor allem im deutschsprachigen Exil durchaus unterschiedliche gedankliche Prägungen fanden.
Die Tagung „Gedächtnis und Gewalt - Nationale und transnationale Erinnerungsräume im östlichen Europa“ nimmt den „Gedächtnisraum Europa“ in den Blick und bestimmt ihn als Gegenstand eines interdisziplinären Forschungsfeldes, zu dessen Vermessung sowohl historische, literatur- und kulturwissenschaftliche als auch rechtswissenschaftliche, sozialpsychologische und sozial- und politikwissenschaftliche Ansätze und Methoden beitragen.

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2011

„Geraubte, zerstörte, gerettete Bücher, Bibliotheken, Sammlungen und ungedruckte Materialien nach 1933“
Vom 18. bis 20. März hat im Deutschen Literaturarchiv in Marbach eine Tagung zum Schicksal von Bibliotheken nach 1933 stattgefunden, die von der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung gefördert worden ist.
Die Washingtoner Erklärung 1998 zur Rückgabe des von den Nationalsozialisten geraubten Kulturguts wurde auch von der Bundesrepublik unterzeichnet. Sie hat in der Öffentlichkeit und in der Wissenschaft zur intensiven Beschäftigung mit dem Thema „Raub und Restitution“ geführt.
Neben Kunstwerken rückten von Anfang an auch Bibliotheken, Bücher und unveröffentlichtes Material in den Mittelpunkt des Interesses. Die Exilforschung teilt das Interesse an der Identifizierung des geraubten, zerstörten und ins Ausland geretteten Schrift- und Kulturguts. Dazu haben die Gesellschaft für Exilforschung, das Deutsche Literaturarchiv Marbach zusammen mit der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung Hamburg und dem Zukunftsfonds der Republik Österreich eine Tagung organisiert, die vom 18. bis 20. März in Marbach stattfand. Bei dieser Tagung wurde exemplarisch dem Schicksal einzelner Bibliotheken nachgegangen und zudem Schnittpunkte zwischen Kulturgeschichte, Bibliothekswissenschaft und Exilforschung aufgezeigt.
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2009

„Exil, Entwurzelung, hybride Räume“
Vom 6. bis 8. März führte die Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung in Kooperation mit der Gesellschaft für Exilforschung eine Tagung durch, zu deren erstem Schwerpunkt die Validitätsprüfung des für die Analyse der modernen Einwanderungsgesellschaften typischen Hybriditätsansatzes gehörte. Dabei konnte gezeigt werden, dass der von unterschiedlichen kulturellen Einflüssen bestimmte Hybride bereits in den 1930er Jahren von Exilanten selbst viel komplexer gefasst worden war und dass in seinem Lichte das von der Forschung als „Anderes Deutschland“ gefasste antifaschistische Exil allzu stark in national-romantischen Traditionen gesehen werden muss. Außerdem wurden auf der Tagung Zwangswanderungen in vergleichender Perspektive thematisiert. Dabei ging es um Verständigungen mit Kollegen aus anderen Forschungsbereichen und unterschiedlichen Disziplinen um trennscharfe semantische Differenzierungen, die durch das Wirken der traditionellen Vertriebenenverbände und die Aktivitäten unterschiedlicher Einwandererorganisationen in der Bundesrepublik nötig geworden sind.
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2006

„'Auch in Deutschland waren wir nicht mehr wirklich zu Hause'.
Die Remigration vertriebener Juden nach Deutschland“

Vom 23. bis zum 25. November 2006 veranstaltete die Herbert und Elsbeth Weichmann Stiftung im Hamburger KörberForum eine Tagung, die die spezifische Problematik geflüchteter, vertriebener und überlebender Juden in beiden Teilen Deutschlands thematisierte. Teil der Veranstaltung war eine Lesung mit dem Essayisten und Historiker Doron Rabinovici, der sich in seinen Werken sowohl mit Fragen des Antisemitismus wie auch des Rassismus beschäftigt.
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2004

Tagung „Fremdes Heimatland“
Vom 4. bis 6. März veranstaltete die Herbert und Elsbeth Weichmann in der Evangelischen Akademie Hamburg, Esplanade 15, eine Tagung zum Thema „'Fremdes Heimatland' – Remigration und literarisches Leben im Nachkriegsdeutschland“. In vier aufeinander folgenden Sektionen wurde u.a. nach den Erfahrungen gefragt, die Autorinnen und Autoren nach ihrer Rückkehr aus der Emigration in Ost und West machen mussten.
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2003

EXIL UND EMIGRATION (1933-1989). Emigration aus Deutschland in die Tschechoslowakei nach 1933 und die Emigrationen aus der Tschechoslowakei nach 1948 und nach dem Prager Frühling
Vom 13. - 15. November 2003 im Goethe-Institut Prag, Masarykovo nábrezí 32, 110 00 Praha 1.
Symposium der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung Hamburg, des Instituts für Zeitgeschichte der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik Prag und des Instituts für Internationale Studien der Karls-Universität Prag in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Prag, der Heinrich-Böll-Stiftung und der Friedrich-Ebert-Stiftung.

2001

„Remigration und Remigranten in den Medien der Nachkriegszeit“
vom 12.-14. September 2001 in der Evangelischen Akademie Nordelbien, Hamburg in Zusammenarbeit mit der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.
Wissenschaftliche Leitung: Prof. Dr. Axel Schildt.
Begrüßung: Paul-Otto Vogel
Einführung: Prof. Dr. Axel Schildt
Sektion I: Die Rolle von Remigranten in der alliierten Medienpolitik
Sektion II: Journalistische Netzwerke
Sektion III: Biografische Zugänge
Sektion IV: Remigranten und Remigration in der medialen Öffentlichkeit

1999

Exil und Neuordnung. Der Einfluss von Emigranten auf die verfassungspolitische Entwicklung im Nachkriegsdeutschland
Vom 28. - 30. September 1999 in Bonn, Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Eröffnung und Begrüßung durch Staatsrat a. D. Dr. Hans Fahning
und Prof. Dr. Hermann Schäfer.

Das Kolloquium der Herbert und Elsbeth Weichmann-Stiftung und der Kommission für Geschichte des Parlamentarismus und der politischen Parteien widmete sich dem Einwirken von Emigranten auf die Entstehung des Grundgesetzes und die Landesverfassung. Die Emigranten hatten nachdrücklichen Einfluss auf demokratische und freiheitliche Verfassungen im Nachkriegsdeutschland ausgeübt (siehe auch Publikationen).

1996

Rückkehr und Aufbau nach 1945
Kolloquium vom 26.-27. September 1996 im Hamburgischen Staatsarchiv.
Eröffnung und Begrüßung durch Staatsrat a. D. Dr. Hans Fahning
und Prof. Dr. Hans-Dieter Loose.

Das Kolloquium widmete sich den Spuren der Remigranten in Politik und öffentlichem Leben in Nachkriegsdeutschland. Wissenschaftler aus verschiedenen Fachgebieten zeichneten die Einflüsse von Remigranten in Politik und Gesellschaft auf und diskutierten ihre Folgen für die Gegenwart
(siehe auch Publikationen).

1994

Exil und Widerstand: Zum 20. Juli 1944
14. November 1994 im Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg.
Vortrag von Prof. Dr. Peter Steinbach,
anschl. Podiumsdiskussion mit den Teilnehmern:
Prof. Dr. Heinz Hürten
Dr. Ursula Langkau-Alex
Dr. Habil Hartmut Mehringer
Prof. Dr. Helmut Müssener
Prof. Gerhard Paul
Prof. Dr. Peter Steinbach
Moderation: Hubert Rübsaat, NDR

1992

Schicksale deutscher Emigranten
22. Oktober 1992 im Rathaus der Freien und Hansestadt Hamburg.
Eröffnung durch Staatsrat a. D. Dr. Hans Fahning
Redner:
Prof. Dr. Werner Jochmann: Deutschland nach Hitler - Deutsche Demokraten im Exil und ihr Ringen um die politische Zukunft des Landes.
Dr. Werner Röder: Habent sua fata - Von Schriften des Exils und ihren Irrwegen.
Mit einer begleitenden Ausstellung „Dokumente zum deutschen Exil“, zusammengestellt vom Ltd. Archivdirektor a. D. Dr. Heinz Boberach.

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